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  • AutorenbildMartha Erlacher

Die nehmen Dich beim Wort

Aktualisiert: 18. Dez. 2023

Personalführung durch gezielte Kommunikation und Persönlichkeit


Erfolgreich führen heißt erfolgreich kommunizieren. Kommunikation erschöpft sich nicht in Worten. Kommunikation ist auch Körpersprache. Wer überlegt kommuniziert, bewahrt sich

und andere vor Missverständnissen und Konfliktsituationen. Ein paar Grundregeln bewirken Wunder, verspricht die Südtiroler Unternehmensberaterin und Trainerin Martha Erlacher.


Denken wir kurz nach, bevor wir verbal loslegen. Kommunikation erfordert rhetorisches Geschick und die Fähigkeit des positiven Formulierens. Durch Selbstreflexion und eine Analyse des Kommunikationsbegriffs werden das eigene Denken und die eigenen Reaktionen bewusster wahrgenommen und entsprechend beeinflusst.


Mitarbeitende werden uns folgen, wenn sie wissen, wohin wir gehen und was wir von Ihnen erwarten.


Eine starke Persönlichkeit ist die Voraussetzung dafür, Mitarbeitende langfristig leistungsfähig zu halten und motiviert zu führen. Effektive Führung versetzt deine Mitarbeitenden in die

Lage, die Leistung zu steigern und die gesetzten Ziele zu erreichen. Zielgerichtete Mitarbeitendenführung steigert die Wertschätzung und führt gleichzeitig zu einer geringeren Fluktuationsrate. Es geht darum, individuelle Erfolgsstrategien zu entwickeln. Erkenne, wie du Kommunikation einsetzen kannst, um Werte und Ziele zu vermitteln. Entdecke Methoden, um Aufgaben auf wertschätzende Weise zu delegieren. Lerne, wie du deine „Vorbildfunktion“ tatsächlich erfüllen kannst.



Von Mitarbeitenden in leitenden Positionen wird oft vorausgesetzt, dass sie wissen, was Führung heißt. Auch hier ist Kommunizieren oberstes Gebot. Wenn du deine Ziele erreichen willst, ist es wichtig, dass du mit deinen Mitarbeitenden in einen offenen Dialog trittst und deine Erwartungen kommunizierst. Wenn Mitarbeitende keine Anweisungen erhalten, können sie nicht folgen.


Wir kommunizieren, auch wenn wir nicht kommunizieren.


Bedenke bitte: Auch eine fehlende aktive Kommunikation vermittelt etwas. Wie der oft zitierte Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick sagte, können wir „nicht nicht kommunizieren“. Das heißt, alleine durch die Abwesenheit von Kommunikation übermittelst du eine Botschaft: Du wirkst passiv und durchsetzungsschwach. Eine Führungspersönlichkeit verliert durch ständige Passivität an Präsenz und Glaubwürdigkeit. Schon deshalb ist es besser, die Sache gleich aktiv anzugehen. Stimmst du zu?


Acht Tipps, wie Mitarbeitende dir Glauben schenken


Je glaubwürdiger du bist, desto leichter gelingt es, Mitarbeitenden zu guten Leistungen zu motivieren und auch unbequeme Anweisungen durchzusetzen. Deshalb solltest du gezielt daran arbeiten, deine Glaubwürdigkeit zu steigern.

1. Offen kommunizieren. Sorge dafür, dass sich deine Mitarbeitenden auf das verlassen können, was du sagst und machst. Nur dann bietest du Orientierung.

2. Authentisch sein. Als Führungskraft wirkst du auf deine Mitarbeitenden auch als Mensch, der sich freut oder ärgert, motiviert oder frustriert.

3. Respekt zollen. Nimm deine Mitarbeitenden als gleichwertige Kolleg:innen wahr und behandele sie auch so. Gehe auf deine Mitarbeitenden ein und respektiere deren Belange, Wünsche und Probleme.

4. Feedback geben. Zur Motivationsförderung gehört, dass du regelmäßig konstruktives Feedback gibst. Das darf natürlich kritisch sein, aber denk daran, dass du mindestens im gleichen Maße auch lobst.

5. Konsequent bleiben. Mitarbeitende erwarten, dass du Verpflichtungen einhältst und Aussagen und Handeln übereinstimmen. Informiere deine Mitarbeiter:innen und begründe, wenn du Ansichten und Pläne änderst. Das gilt bei Terminabsprachen genauso wie beim Vermitteln von Leitbildern.

6. Entscheidungen treffen. Nimm dir Zeit, um gute Entscheidungen zu treffen. Nichts untergräbt deine Autorität und Glaubwürdigkeit als Führungskraft mehr, als wenn du Fehlentscheidungen triffst oder getroffene Entscheidungen revidierst.

7. Berechenbar sein. Unberechenbare Führungskräfte erzeugen Angst und verursachen Unglaubwürdigkeit, weil niemand weiß, ob morgen noch gilt, was sie heute verkünden.

8. Stärke beweisen. Manchmal ist es Zeit für direkte Worte und klare Anweisungen. Nie beleidigend, aber dennoch bestimmt. Das ist die Kunst: Du musst im Gefühl haben, wann starkes Auftreten gefragt und kumpelhaftes Schulterklopfen angebracht ist.

Ein praktischer Expertenrat:

Formuliere positiv, vermeide Wörter wie „nie“, „nicht“, „kein“. So kannst du Ziele schneller und leichter erreichen. Negative Formulierungen lenken den Blick auf das, was nicht ist, statt auf das, was ist. Wenn du positiv formulierst, wirst du besser verstanden. Du wirkst kompetenter und fühlst dich wohler. Und die Mitarbeiter:innen fühlen sich ernst genommen.


Über die Autorin


Martha Erlacher ist Unternehmensberaterin, Coach und Trainerin. Als Lernende und Lehrende sieht sie sich als Initiatorin einer neuen Unternehmens-, Persönlichkeits-, Kommunikations- und Beziehungskultur.



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